Bundesgartenschau

Blick auf einen Teil des geplanten Bundesgartenschau-Geländes in der Feudenheimer Au

Blick auf einen Teil des geplanten Bundesgartenschau-Geländes in der Feudenheimer Au

Eine Bundesgartenschau 2023 mit einem Kerngebiet auf den Spinelli Barracks bietet die Chance, ein nachhaltiges grünes Infrastrukturprojekt für Mannheim naturnah zu entwickeln und eine klimatisch wichtige Grünzone einzurichten. In den bisherigen Planungen zur Bundesgartenschau haben wir uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass ein Einstieg in einen großen Grünzug („Nord-Ost“) erfolgt, eine Frischluftschneise in einer Breite von 500 bis 700 Metern geschaffen wird und die Feudenheimer Au Landschaftsschutzgebiet bleibt. Außerdem haben wir mit Erfolg darauf gedrängt, dass Bürgerinnen und Bürger über vier Arbeits- und Planungsgruppen an der Ausarbeitung der Konzeption für die Gartenschau beteiligt werden. Wir sprechen uns dafür aus, die Planungen für eine Bundesgartenschau 2023 unter folgenden Voraussetzungen weiterzuführen: Die fest eingeplanten Landesgelder stehen der Stadt Mannheim in der veranschlagten Höhe von 40 Millionen Euro zur Verfügung. Der Kostenrahmen hält einer Wirtschaftlichkeitsprüfung stand. Die Biotope in der Feudenheimer Au bleiben erhalten. Zur ökologischen Aufwertung sind periodische Gewässer anzulegen. Auf dem gesamten Bundesgartenschaugelände wird auf den Einsatz von Herbiziden, Insektiziden, Torf und mineralischer Düngung verzichtet. Die Umzäunung der neuen Bundesgartenschauflächen ist temporär und wird nach der Bundesgartenschau rückgebaut. Es werden keine neuen Straßen gebaut, auch nicht zur Lösung der Verkehrsführung am Aubuckel. ÖPNV-Anbindung sowie Rad- und Fußwege müssen Vorrang haben. Für die Zeit der Bundesgartenschau muss ein Park& Ride-Konzept greifen. Eine arrondierende Wohnbebauung muss den Passivhausstandard erfüllen und darf es ausschließlich im Randbereich und unter Einhaltung der Mindestbreiten einer leistungsfähigen Frischluftschneise geben. Sie muss sich positiv in das vorhandene Umfeld von Käfertal-Süd und dem Rott einfügen. Die Ergebnisse der Arbeits- und Planungsgruppen werden im Planungsprozess maßgeblich berücksichtigt. Die ökologische Stadtentwicklungsperspektive darf sich nicht nur auf das Gebiet der Bundesgartenschau begrenzen. Wir wollen, dass nach 180 Tagen Bundesgartenschau Mannheim von einer ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Stadtentwicklung profitiert. Sind diese Bedingungen nicht zu erfüllen oder werden diese maßgeblich negativ auch im fortschreitenden Planungsprozess verändert, sehen wir die Stadt Mannheim in der Pflicht, das Projekt aufzugeben und Alternativen für die Konversion und die Gestaltung eines Grünzuges aufzuzeigen.

Grünzüge und Biotopvernetzung

Frischluftschneisen und Grünzüge sind endlich in aller Munde. Für das Mannheimer Stadtklima ist von allergrößter Wichtigkeit, großzügige Vegetationsflächen freizuhalten. Nur so kann durch Belüftung die nächtliche Abkühlung in den Stadtteilen gewährleistet werden. Auf diesen Grünzügen können zudem Flächen für neue Formen des Gärtnerns entstehen und ähnliche naturnahe Nutzungen wie Beweidung ermöglicht werden. Dafür müssen diese Flächen verpachtet werden können.